Schlaffhorst ist bunt und hat so viele Faszetten.
Schlaffhorst ist lebendig und macht lebendig, weil es so vielfältig ist.
Es ist mehr als eine Methode, es ist eine Einstellung zum Menschen.
Da ist das genaue Hinhorchen auf den Körper, das allein schon gesundend und meditativ ist. Und das eine große Kompetenz verleiht.
Keine Übung ist an sich gut. Sie muss vor allem passen.
Mich fasziniert, dass das Schwingen nach Schlaffhorst- Andersen eine geniale Bewegungsform ist, um Eutonus und eine Atemkräftigungzu erreichen. Dass ich es auf alle körperlichen Fähigkeiten zuschneiden kann, da es nicht um Form, sondern um Qualität geht und um Rhythmus.
Dass ich sowohl Patient:inn als auch Schüler:innen immer wieder überraschen kann, und zwar positiv.
Die Methode entstand zu Beginn des 20sten Jahrhunderts und kann auf eine lange Geschichte zurückverweisen.
Sie beinhaltet:
Um Atembefreiung geht es in der Schule Schlaffhorst-Andersen, es geht um die Kraft von Zwerchfell und Rhythmus, um Stimm- und Lebenskraft, um stimmlichen Ausdruck im Sprechen und Singen und um die Gesundheit im ganzheitlichsten Sinn.
Singen ist die spannendste und persönlichste Art zu lernen:
Kein anderes Instrument ist uns so nah, drückt uns so direkt aus. Kaum eins hat eine so direkte Wirkung auf uns selbst. Wir alle nutzen unsrer Stimme, sind vertraut mit ihr. Der richtige Hinweis zur richtigen Zeit kann viel bewirken
Schlaffhorst-Andersen ist ein ganzheitliches Konzept der Atem- und Stimmtherapie.
Grundlage der Arbeit ist die regenerierende und belebende Wechselwirkung von Atmung, Stimme und Körperübungen. Atmung, Stimme und Körper werden als funktionelle Einheit betrachtet und angesprochen.
Therapie und Unterricht orientieren sich dabei nicht an Idealen von Stimmklang und Atmung, vielmehr ist es das Ziel, den Menschen mit der eigenen Atemkraft zu verbinden, die individuelle Stimme zu entfalten. Der Name Schlaffhorst-Andersen bezieht sich auf die beiden Gründerinnen, die zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts ihre erste Schule für Atmung und Stimme ins Leben riefen und dort unterrichteten. Sie entdeckten die Bedeutung von Atemrhythmus, Eutonie und Bewegungsqualität als Grundlage für eine vitale Stimme. Sie entwickelten Bewegungs-, Atem- und Stimmübungen, die sowohl der Regeneration dienten als auch die Stimme entwickelten. Dabei waren sie sich der Zusammenhänge zwischen körperlichen und seelischen Entwicklungen immer bewusst.
Bis heute wird die Arbeit weiter entwickelt und hat an Aktualität nicht verloren. Gerade in der Welt von Arbeitsverdichtung, die den Wert von Rhythmus und Pausen verloren hat, ermöglicht sie den Menschen, eben diese zu erleben, zu Ruhe und Kraft zu kommen, sich zu spüren. Die Übungen sind dabei sehr vielfältig und werden an die persönlichen Bedürfnisse und Möglichkeiten angepasst. Egal ob in Unterricht oder Therapie, Sprech- oder Singstimme, bei Atembehandlungen, ruhigen oder vitalen Übungen: Atmung, Stimme, Artikulation und Körper werden wahrnehmend miteinander in Verbindung gebracht und gestärkt. Und mit ihnen der ganze Mensch.
Zur Zeit hat die Schule ihren Sitz in Bad Nenndorf. Hier werden Atem- Sprech- und Stimmlehrerinnen nach Schlaffhorst- Andersen für pädagogische und therapeutische Tätigkeiten ausgebildet.
Im therapeutischen Bereich sind sie den Logopäd*innen gleichgestellt. Liegt eine ärztliche Verordnung vor, werden die Kosten der Therapien von den Krankenkassen übernommen.